40 Tage bis München – Vorbereitung „Dahoam“

Kein Trainingslager auf Fuerteventura, kein Laufcamp in den Bergen, kein Coach mit Zuckerbrot und Peitsche, sondern nur ich, meine Laufschuhe, der Trainingsplan und die Straßen, Wald- und Feldwege hier in der Gegend, also „Dahoam“ müssen reichen für meinen ersten Halbmarathon im Oktober.

40 Tage bis München

40 Tage sind es noch bis München, das bedeutet 22 Trainingseinheiten, 2 Wettkämpfe über je 10 km (Bäderlauf Bad Aibling & Stadtlauf Erding) und jede Menge Einheiten mit der Blackroll. Die Vorbereitung für meinen ersten Halbmarathon ist also in vollem Gange. Mehrmals die Woche schnüre ich meine Laufschuhe, um meine gewünschte Zielzeit von ca. 1 Stunde und 45 Minuten zu erreichen. Für den Anfang ist diese Zielzeit meiner Meinung nach realistisch und machbar. Zumindest tu ich alles dafür, um die Ziellinie dann mit in dieser Zeit zu überqueren. Hobby hin oder her, diesen sportlichen Ehrgeiz besitze ich natürlich.

Vier Trainingswochen habe ich nun mit viel Freude, Schweiß und Fleiß absolviert, habe keine Einheit ausgelassen und die „Laufwelt“ mit anderen Augen kennengelernt. Nach einer vorgeschriebenen Herzfrequenz laufen, Fahrtspiele, Steigerungen, Intervalle und langsame, lange Läufe waren mir ja bisher fremd. Dennoch kann ich mittlerweile jeden verstehen, der sich das mehrmals im Jahr antut und mit Leib und Seele dahinter steht. Man kann dieses Gefühl auch nicht wirklich beschreiben, man muss es einfach selbst erlebt haben.

Meine ersten Wochen Vorbereitung bedeuteten somit 149,5 gelaufene Kilometer, auf die Minute genau 14 Stunden Training, 17 Einheiten und 9715 zerstörte Kalorien. In jeder Trainingswoche konnte ich das Pensum ein wenig steigern, so dass ich in der letzten Woche das erste Mal die 40 Wochenkilometer geknackt habe. Hört sich recht passabel an finde ich. :-)

Kilometer GesamtTrainingszeitEinheitenverbrannte Kalorien
149,5 km14 Stunden17 Trainingstage9715 kcal

Statistik, Training, Vorbereitung und Pläne – alles schön und gut, was ich aber genauso spannend finde, ist das Ungewisse, das nicht planbare! Was erwartet mich denn am 11.Oktober überhaupt? Gu,  zu diesem Zeitpunkt bin ich dann schon 3 Wettbewerbe gelaufen, aber eben keinen in dieser Größenordnung und dieser Distanz. Und da frage ich mich, kann ich mich auch mental auf solch einen Lauf vorbereiten? Wenn ja wie?

Stand heute sind es noch 40 Tage bis München, 40 Tage Zeit darüber nachzudenken was an dem großen Tag passiert. 40 Tage Vorfreude, Nervosität und Vorbereitung auf mein sportliches Highlight in diesem Jahr. Selbst jetzt wo ich diesen Blog schreibe, muss ich immer wieder schmunzeln. Du bist doch bescheuert, warum tust du dir sowas an? Ich brauch eigentlich nur an gestern zurückdenken. An den langen Trainingslauf über 17 km bei über 30°Grad. Andere sitzen Sonntags und bei Sonnenschein in der Eisdiele oder liegen auf einem Handtuch am See.

Also, warum tust du dir das an? Weil du danach eine Finishermedaille bekommst? Oder das Marathonshirt dieses Jahr ein besonders tolles Design hat? Weil du dich auf das Massagezelt danach freust? Weil du dich gerne quälst? Wahrscheinlich von allem etwas und die genau Antwort gibt es dann im Herbst – nach meinem ersten Halbmarathon – nach meiner langen Vorbereitung „Dahoam“ :-)

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