Heuberglauf 2015 – Höhenmeter tun weh!

Das war ein hartes Stück Arbeit! Der 12. Heuberglauf in Nußdorf am Inn. Mittwochabend, über eine Stunde Autofahrt dorthin, was man nicht alles tut für sein Hobby. Zwar hatte ich mir meine Berglaufpremiere nicht ganz so einfach vorgestellt, dass ich mich aber so hätte quälen müssen, das habe ich mir nicht erträumen lassen. Dennoch, eins nach dem anderen, denn schließlich musste der Berg erst mal erklommen und der Zielort, die „Deindlalm“ begrüßt werden.

Foto: Veranstalter
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Recht spontan und erst eine Woche vor dem Start hatte ich mich gemeinsam mit meinem Bruder für diesen „Event“ angemeldet. An eine spezifische Vorbereitung für einen Berglauf war innerhalb dieser einen Woche sowieso nicht mehr zu denken. 5,34 km knackige, wie es sich schnell herausstellte, lange und steile Kilometer galt es zu bewältigen. Die genauen Daten hierzu könnt ihr dem Streckenprofil unterhalb entnehmen und ich denke, das spricht für sich.

Foto: Veranstalter
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Da ich das Gefühl bzw. die Herausforderung und auch die Anforderung eines Berglaufs nicht kannte, war es für mich sehr schwierig, mir im Vorfeld eine realistische Zielzeit zu setzen. Überleben und ankommen? Im Mittelfeld landen? Sicherlich kennt man seine Zeiten bei einem „normalen“ 5 km Lauf, aber glaubt mir, mit einem Berglauf, wo es ausschließlich steil hinaufgeht, kann man das nicht vergleichen. Relativ schnell und bereits nach dem ersten Kilometer merkte ich jedoch, dass dies heute kein Spaß werden würde und ich sollte recht behalten. Sowohl physisch, wie auch psychisch musste ich ziemlich bald an meine Grenzen gehen. Hatte ich mich überschätzt? Ein wenig mit Sicherheit schon ja. Relativ schnell wurde ich auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt. Ein Berglauf ist kein Pappenstiel! Dennoch habe ich mich bis zum Schluss durchgebissen, denn Aufgeben, das war keine Option.

Heuberglauf 2015

Als Außenstehender mag das seltsam klingen, für die Läufer unter euch sowieso und eine Strecke über 5 km klingt auch nicht sonderlich fordernd, aber die Höhenmeter und Steigungen, die taten richtig weh. Mindestens genauso wie die Blicke auf meine Uhr, die Kilometerbegrenzungen, bei denen ich davon ausging, dass hier doch manipuliert wurde 😉 mein Puls und natürlich die Pace, die ich lief.

Heuberglauf - Ziel

Und obwohl ich die ganze Zeit über ein sehr schlechtes Gefühl hatte, ist dabei eine Zeit von 38 Minuten und 24 Sekunden herausgesprungen. Dies bedeutete den Gesamtplatz 73 von 145 und den Platz 26 (von 36) in meiner AK der M30. Meiner Meinung nach gar nicht so übel als „Newbie“ oder? Ich möchte euch solch einen Berglauf wärmstens empfehlen. Schaut in der Tagespresse, dem Internet oder in den Laufzeitschriften nach, wo es in der Nähe solch eine Veranstaltung gibt. Erleben sollte man so etwas auf jeden Fall mal. Ob man es ein zweites Mal macht ist die andere Frage 😉 In der Zwischenzeit wurde ich auch schon das ein oder andere Mal gefragt ob ich denn wieder an einem Berglauf teilnehmen würde?!

Meine Gedanken während dem Lauf: NEIN, NIE WIEDER MACH ICH SOWAS!
Nach dem Lauf: OCH, LASS MICH BLOß IN RUHE DAMIT!
Heute Morgen: HHM ES WAR ZWAR HART, ABER….
Stand jetzt, gute 24 Stunden später : LOGISCH WÜRDE ICH WIEDER LAUFEN!

Zumindest diesen einen Lauf, diesen Heuberglauf, dieser Hügel, der mich gestern so geärgert hat. Den will ich nächstes Jahr auf jeden Fall nochmal bewältigen und ich bin ehrgeizig genug um den Spieß dann umzudrehen. Ich werde den Heuberg zwar nicht ärgern können, aber ich kann mich so darauf vorbereiten, dass er es nicht noch einmal schaffen wird, mir solche Steine in den Weg zu legen.

So und nun heißt es noch ein wenig regenerieren, denn am Samstag steht bereits der nächste Wettkampf an. Der 9. Bayerische Bäderlauf in Bad Aibling. Ein schöner, 10 km flacher Rundkurs :-)

Heuberglauf 2015

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