Rückblick Trainingslager

Gut zwei Wochen seit der Rückkehr aus dem Trainingslager in Spanien sind nun vergangen. Seit 14 Tagen bin ich wieder in Bayern. Zu gerne wäre ich noch länger geblieben, zu gerne hätte ich noch mehrere Tage dran gehängt. Zu schön, zu aufregend und vor allem zu sportlich war die Zeit auf Mallorca. Warum so euphorisch? Na es war mein erstes Trainingslager in Sachen Triathlon und es war, das möchte ich gleich vorwegsagen, einmalig. Wie ich die Zeit auf der Insel wahrgenommen habe, was ich erlebt und vor allem was, wie viel und wo ich trainiert habe, das möchte ich euch heute in meinem neuen Beitrag gerne näher bringen.

Mit einem Trainingscamp im Februar oder März hatte ich ja schon länger geliebäugelt und dank meines ASICS Frontrunner Kollegen Jan, der mir den ein oder anderen heißen Tipp bzgl. der Selbstorganisation gegeben hat, wurde das Ganze relativ schnell spruchreif. Eine Woche im wunderbaren „Viva Blue“ auf Mallorca sollte es werden. Die Bilder, Erzählungen und Eindrücke anderer Sportler versprachen schon im Vorfeld recht viel und sie sollten recht behalten.

Gemeinsam mit meinem Bruder ging es von München aus im Flieger nach Palma de Mallorca um dort gut eine Woche lang zu schwimmen, zu radeln und zu laufen. Meine Trainerin Anke hat mir einen Trainingsplan mit auf den Weg gegeben und außer Sport- und Trainingsklamotten hatten wir nicht viel dabei. Tag 1, er konnte nicht besser beginnen, denn auf der Insel erwarteten uns an schöne 18° Grad, Sonnenschein und ein herrliches Panorama am Strand.

Mallorca Panorama

Da wir aber zum „Sporteln“ gekommen waren, wurde der erste Tag neben den organisatorischen Dingen mit einer schönen Schwimmeinheit im semi-olympischen Pool des „Viva Blue“ gestartet. Kein Vergleich zu den vergangenen Monaten. Drei bis vier Mal die Woche war ich von November ab bis heute in meinen auserwählten Hallenbädern. Macht viel Freude, aber der Genuss, bei Sonnenschein und im Freien seine Bahnen zu ziehen ist schon ein anderer. Gegen Spätnachmittag folgte eine erste lockere Laufeinheit über 45 Minuten und wurde am Abend mit einem Krafttraining der besonderen Art abgerundet. Das „hin- und hertragen“ der Teller am vorzüglichen Buffet des Hotels glich ebenfalls einer Trainingseinheit. Gleich an dieser Stelle ein Riesenlob an Küche, Personal und Co. des Hauses. Wer dort nichts findet, der sollte seine Essgewohnheiten lieber nochmal überdenken. :-)

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Nach ausreichendem Schlaf in unserem tollen Appartement in Haus 4 (wer schon mal da war, weiß ja, wo das ist 😉 ) begann der 2. Tag mit einer Tempoeinheit in meinen ASICS, einem ausgiebigen Frühstück und endlich, der ersten Radausfahrt. Endlich, damit meine ich nach den vielen Einheiten zu Hause auf der Rolle, ging es nun endlich raus, raus auf die Straße und rein in die wunderbare Welt des Radsports. Eine tolle Tour über knapp 80 Kilometer, angefangen von Alcudia nach Sa Pobla über Muro, rüber nach Llubi, weiter nach Sineu, zurück nach Muro gefolgt von einem Abstecher nach Can Picafort. Eine wunderbare, erste Runde, bei der die Sonne und angenehmen Temperaturen unsere ständigen Begleiter waren.

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Auf den Geschmack gekommen folgte am Tag drauf gleich die nächste Ausfahrt auf unseren Bikes. Bereits im Vorfeld reifte mein Wunsch, unbedingt die Ironman 70.3 Strecke von Mallorca abzufahren. Gesagt, getan. Den Rundkurs auf meinen Garmin geladen, Verpflegung ins Trikot gepackt und los ging die Reise auf die ca. 90 Kilometer lange Einheit. Zwar spielte uns das Wetter nicht ganz so in die Karten wie am Vortag, doch tat dies unserer Laune und der Motivation keinen Abbruch. Ein toller Kurs mit Allem,was sich das Radfahrerherz wünscht. Ein grandioser Start mit ein paar Kilometern am Meer entlang, fiese Anstiege in den Bergen, tolle Abfahrten, wunderbare Aussichten, kleine Dörfer, flache Teilstücke, auf denen du richtig „brettern“ kannst und im Großen und Ganzen Straßen, die auch von der Qualität her mitspielen. Aber wie gesagt, im Großen und Ganzen. Bleiben wir beim Positiven. Ziemlich schnell war ich mir sicher, dass der Ironman 70.3 auf der Insel schon bald Platz in meinem Rennkalender finden muss. Bevor es Richtung heiß ersehntem Abendessen in bester Gesellschaft ging, rundete eine schnelle, knackige Schwimmeinheit unseren 3. Tag auf Mallorca ab.

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Deutsche Triathlonprofis wie Julia Gajer, Laura Philipp, Daniela Sämmler oder Julian Erhardt waren genauso vor Ort wie die „JFT Crew“. Genauer gesagt die Trainingsgruppe um Starcoach Joel Filliol, der mir witziger weise bei jeder meiner Laufeinheiten, ebenfalls in Laufschuhen, entgegenkam. Gespickt mit Topathleten wie Gregor Buchholz, Richard Murray, Mario Mola, Lisa Perterer, Rachel Klamer, um nur ein paar davon zu nennen. Wirklich sehr interessant und inspirierend mit anzusehen, wie sich Sportler auf diesem herausragendem Niveau, auf ihr Ziel den Olympischen Spielen in Rio bzw. die Qualifikation dafür vorbereiten.

Garmin Edge 810

Tags drauf durfte das Bike im hauseigenen Radkeller des Viva Blue bleiben. 170 Radkilometer in zwei Tagen müssen erst mal „verdaut“ werden. Somit wurden Schwimmkilometer gesammelt, die Laufschuhe geschnürt und dafür gesorgt, dass das Kraft- und Stabitraining nicht zu kurz kommt. Wie auch schon die Tage zuvor wurde unsere „Blackrollsammlung“ quer durch unser Appartement gerollt. In Kombination mit unserern Körpern selbstverständlich 😉

Viva Blue Pool

Sonntagmorgen, die vorerst letzte und zugleich längste Radtour stand auf dem Plan. Im Vergleich zu den Vortagen sind die Temperaturen leider gesunken, aber jammern gilt nicht. Triathlon ist schließlich „Outdoor“ und da wird jede Wetterlage hingenommen und das Beste draus gemacht. Samt Programm auf dem Rad, sprich Intervallen, Tempowechseln und lockerem Pedalieren sollte die letzte Tour ca. 3,5 Stunden dauern. Bei nur 11° Grad und einigen dunklen Wolken ging es los Richtung Sa Pobla, von dort aus nach Búger, rüber nach Campanet, weiter über Selva in die größere Stadt Inca. Von dort aus und begleitet mit dem ein oder anderen Regenschauer rollten wir nach Sendelles, passierten Ruberts und nahmen Fahrt auf Richtung Sineu. Von Sineu aus ging es weiter nach Petra. Mit einem großen Bogen rollten wir gen Can Picafort, um von dort aus wieder Richtung „Heimat“ Alcúdia zu kommen. Summa summarum waren es knapp über 100 km an diesem Tag. Damit aber nicht genug, denn Trainerin Anke meinte es besonders gut mit mir und hing noch eine knackige Laufeinheit hinten dran. Raus aus den Radschuhen, rein in die Laufschuhe und samt Pudding in den Beinen wurden nochmals gute 12 Laufkilometer „abgearbeitet“. Erschöpft, aber unglaublich happy und zufrieden ging auch der vorletzte Tag im Trainingslager zu Ende.

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Etwas wehmütig startete der letzte Tag im „Camp“. Der Gedanke schon wieder Heim zu müssen schmeckte mir nicht. Wie schön es doch war bzw. ist. Raus aus dem Alltag zu Hause. Rein in die Welt, die mir so viel Freude bereitet. Schwimmen, Rad fahren, laufen – egal, in welcher Intensität man es betreibt, es gibt einem unglaublich viel, es erfüllt und motiviert weiter zu machen. Naja, genug Trübsal geblasen. Bevor die letzte herausfordernde Disziplin, das Packen unserer Taschen und Koffer begann, „durfte“ ich im Pool noch einige Bahnen ziehen. Relativ schnell, genauer gesagt schon an Tag 1 war für mich klar, dass ich wieder kommen werde. Nein, ich korrigiere: Dass ich bald wieder kommen werde und vor allem regelmäßig. Für mich war es das erste Trainingslager auf dieser wundervollen Insel. Hoffentlich der Startschuss einer langen Verbindung.

Bis bald, euer Flo.

PS. Für die Statistikfreunde unter euch: In 6 Trainingstagen auf Mallorca kamen ca. 275 Kilometer auf dem Rad, ungefähr 50 Kilometer in meinen Laufschuhen und 9,3 Schwimmkilometer zusammen 😉

 

4 thoughts on “Rückblick Trainingslager

  • 15. März 2016 at 7:58
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    Cooler Trip! Sport auf Malle steht bei mir auch noch auf der Liste!

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    • 15. März 2016 at 16:21
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      Sollte ganz oben stehen Olli 😉 Wirklich ein Paradies für uns Sportler!!!

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  • 18. März 2016 at 12:56
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    Hach ja, also für ein Trainingslager würde ich auch mal wieder einen Kurtrip nach Mallorca wagen. Fand es vergangenes Jahr wirklich super im Zusammenhang mit dem Ironman. Da passte dann letztlich alles. Schön, dass du auch so einen tollen Urlaub hattest. Dann kann die Saison ja so richtig weitergehen.

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    • 18. März 2016 at 18:17
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      Total Din, ein absoluter Traumort für uns Sportler. Dieser Fleck mit dem ganzen Drum herum hat es mir echt angetan 😉 Den 70.3 mach ich dort kommendes Jahr auf jeden Fall. Und du, du wagst bis dahin auch wieder einen Kurztrip dort hin 😉

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