Top 100 Overall beim IRONMAN 70.3 Slowenien

Nachdem ich meinen kompletten Rennplan für 2018 ändern musste und Mitte August feststand, dass ich doch noch ins Renngeschehen einsteigen konnte, fiel die Wahl recht schnell auf den IRONMAN 70.3 in Slowenien. Ein neuer Wettbewerb, der mit einer hügeligen Radstrecke sehr anspruchsvoll ist. Auch die relativ kurze Anreise war da natürlich extrem von Vorteil.

Die paar Tage vor dem Rennen liefen sehr entspannt ab. Am Donnerstag bezogen wir unser Quartier in der Nähe des Start- und Zielbereichs und ich hatte noch genug Zeit, um jede Disziplin noch einmal anzutesten. Die Form stimmte und die Vorfreude auf mein erstes 70.3 Rennen in diesem Jahr war dementsprechend groß.

Aus Vorfreude wurde am Renntag dann natürlich Aufregung, die sich aber mit dem Startschuss via Rolling-Start schnell wieder gelegt hat. Das Schwimmen verlief für mich optimal und ich konnte im Vergleich zum Vorjahr nochmal einen kräftigen Sprung nach vorne machen. Mit einer Zeit von 31:48 Min. (es waren weit über 2000 Meter) war ich absolut im Soll und total happy.

Nun folgte der definitiv schwerste Teil des Rennens. Über 1400 Höhenmeter auf 90 km verteilt galt es zu bewältigen. Mit ordentlich Respekt und „smarter“ Fahrweise hielt ich mich an meine Wattvorgaben und achtete besonders bei den beiden langen Anstiegen (beide waren ca. 10 km lang), nicht zu überdrehen. Die ersten 70 km fühlte ich mich recht gut und sammelte gerade bei besagten Anstiegen die ein oder anderen Konkurrenten meiner Altersklasse ein, sodass ich nach 2/3 der Zeit in den Top 20 meiner AK lag. Gegen Ende des Radparts jedoch machte sich auch bei mir die volle Härte der Radstrecke bemerkbar. Ich hatte bei weitem nicht mehr den Druck in den Pedalen, tat mir unglaublich schwer, auf meine Werte zu kommen und sehnte das Ende auf meinem Rad entgegen.

Trotz des „Handicaps“ im letzten halben Jahr nur recht wenige Laufkilometer in den Beinen zu haben, freute ich mich auf den Halbmarathon, der zuerst durch Koper und dann am Meer entlang führen sollte. Auch die Tatsache, dass ich Christina das ein oder andere Mal am Streckenrand sehen sollte, beflügelte mich und war alles andere als ein Nachteil. Die ersten 4 bis 5 Kilometer verliefen wie gewohnt super und fühlten sich relativ rund an. Ab dann jedoch wurde es zäher und zäher. Einen dringende „Pinkelpause“ brachte mich kurzzeitig aus dem Tritt, aber nach einiger Zeit ging es dann wieder. Es war zwar nicht mehr möglich mein Anfangstempo zu laufen, doch pendelte sich meine Pace dann wenigstens so ein, dass ich diese bis zum Schluss durchziehen konnte und gerade noch so mit einem Sub 5 finishen konnte. Unter normalen Umständen wäre ich mit einem 1:39er Halbmarathon natürlich nicht zufrieden gewesen, doch die Tatsache, dass wie beim Schwimmen auch die Laufstrecke deutlich zu lange war (600 Meter ca.), stimmten mich am Schluss dann doch etwas milder 🙂 Auch darf ich nicht vergessen, dass ich bis vor 2 Monaten noch nicht daran geglaubt habe, in diesem Jahr überhaupt nochmal ein Rennen bestreiten zu können.

So war’s am Ende ein toller 92. Gesamtrang von 1400 Startern und AK Platz 28 von 170 Konkurrenten. Die Ausgeglichenheit in meiner Altersklasse zeigte sich dann doch sehr deutlich in der Ergebnisliste wieder. So trennten mich vom Alterklassenplatz 18 nur 4 Minuten.

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