WM Quali bei der Challenge Paguera/Mallorca

Nachdem schon der IRONMAN 70.3 in Slowenien recht gut lief und das Training in den Wochen danach sehr gut klappte, malte ich mir durchaus Chancen auf die WM Qualifikation für die Challenge Weltmeisterschaft „The Championship“ 2019 in Samorin/Slowakei aus. Dafür benötigt es eine Top 12 Platzierung um eventuell in den „Roll-Down“ zu kommen oder unter den ersten sechs meiner Altersklasse, um die direkte Quali zu holen.

Da ich das Rennen und die Strecken schon von vor zwei Jahren kannte, war es kein Problem erst zwei Tage vor dem Startschuss anzureisen. Am Anreise- und Folgetag hatte ich noch genügend Möglichkeiten zum „anschwitzen“ und war bereit für die 1,9 km Schwimmen im Meer, die 90 welligen Radkilometer auf knapp 1000 Höhenmetern verteilt und einen Halbmarathon, der über 4 Runden über den Paguera Bulevar ging.

Beim Schwimmen habe ich gleich zu Beginn die ein oder anderen guten Beine erwischt, konnte mich trotz Massenstarts aus größeren Prügeleien raushalten und konnte schon recht früh in der ersten größeren Verfolgergruppe mitschwimmen. Das Meer war relativ ruhig und so stand am Ende eine ausgezeichnete 30:16 Min. auf meiner Uhr, was eine neue Bestzeit auf der Halbdistanz für mich bedeutete.

Das pushte ungemein und auch der erste Wechsel lief dieses mal äußerst glatt, sodass ich nur 2,5 Minuten später auf meinem Rad saß und die ersten Kilometer recht hart angefahren bin. Die ersten 10, 15 Kilometer ging es stetig bergauf. Für mich als eher leichten Athleten also absolut kein Nachteil. Dass ich sehr gut im Rennen liegen musste, sah ich ein paar Kilometer vor dem ersten Wendepunkt, denn da kamen mir die Profi Herren, Damen und ein paar Top Agegrouper entgegen. Ich schätze, es waren nicht mehr als 30 Altersklassenathleten und das verhieß Gutes. Von Kilometer 30 bis 70 war ich Teil einer kleineren, fairen Radgruppe. Zwei Spanier, ein Franzose, ein weiterer Deutscher und ich. Bei der Führungsarbeit wurde sich abgewechselt und auf die korrekten Abständen geachtet. Der Franzose und der Deutsche brachen nach 70 KM weg und ich hatte dann auch Mühe, die Tempoverschärfung der Spanier mitzugehen. Besser gesagt wollte ich sie auch nicht mehr mitgehen, da ich nicht schon vor dem Laufen „blau“ sein wollte. Dennoch, eine Radzeit von 2:33 Std. auf dem welligen Kurs über zwei Runden kann sich absolut sehen lassen.

Zurück in der Wechselzone sah ich bereits meine Eltern und Christina, die mich wissen ließ, dass ich in den Top 50 Overall (inkl. Profis) liege und aktuell den AK Platz 7 innehatte. Nach der Hälfte des Halbmarathons hatte ich mich zwischenzeitlich sogar auf Platz 5 vorgearbeitet und konnte diesen für einige Zeit halten. Christina gab mir auf der Strecke immer wieder die Zwischenzeiten und ich konnte mich darauf einstellen, dass Platz 4 zu weit weg ist, der 6. aber leider in Reichweite läuft und ziemlich schnell ist, aber ich in Sachen Quali dennoch im Soll bin. Bei Kilometer 19 oder 20 war es dann soweit. Ein weiterer Spanier, der deutlich langsamer geschwommen und Rad gefahren ist als ich, überholte mich in einem Tempo, dass ich nicht mal annähernd versucht habe mitzugehen, denn ich wäre buchstäblich „hochgegangen“ 😉


Zwar war mein 5. Platz futsch aber der 6. gesichert uns so lief/sprang 🙂 ich mit der Gewissheit, die WM Quali geholt zu haben, freudestrahlend über die Ziellinie. Was für ein geiles Rennen!

Der Halbmarathon in 1:32 – TOP! Gesamtzeit 4:41:28 – eine neue Bestzeit über die 70.3 Distanz – TOP! AK Platz 6 und somit die DIREKTE WM Qualifikation für „The Championship“ 2019 – Wahnsinn! Platz 43 Overall inkl. Profis und Rang 22 von knapp 1000 Startern bei den Agegroupern.

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